Die Feuerwehr Darmstadt verzeichnete 2025 insgesamt 2.772 Einsätze und damit ein annähernd gleiches Einsatzaufkommen wie im Vorjahr. Das Jahr war geprägt von einem Führungswechsel an der Spitze der Berufsfeuerwehr sowie von einer Zunahme der koordinierten Rettungsdiensteinsätze.
Einsatzzahlen und Rettungsdienst
Insgesamt entfielen 493 Einsätze auf Brände, 1.259 auf technische Hilfeleistungen und 1.020 auf Fehleinsätze. Zu den Fehleinsätzen zählen unter anderem fehlerhaft ausgelöste Brandmeldeanlagen und Heimrauchmelder. Die Stadt verzeichnete 2025 ein vergleichsweise geringes Unwetteraufkommen, was sich auf die Einsatzverteilung ausgewirkt hat.
Die Feuerwehr ist Träger des Rettungsdienstes und koordinierte in der Integrierten Leitstelle Darmstadt 33.286 Rettungsdiensteinsätze. Das sind rund 2.000 mehr als 2024. Die Einsätze führen die regionalen Leistungserbringer im Rettungsdienst durch, in Darmstadt sind dies der Arbeiter-Samariter-Bund Südhessen und die DRK Starkenburg GmbH.
Personal, Freiwillige und Spezialgruppen
An der Freiwilligen Feuerwehr Darmstadt waren 2025 insgesamt 194 Mitglieder aktiv, nach 186 im Jahr 2024. Die ehrenamtlichen Kräfte wurden im Berichtsjahr zu 270 Einsätzen alarmiert und unterstützen die Berufsfeuerwehr vor allem bei Großeinsätzen und umfangreichem Einsatzaufkommen.
Als Beispiele für den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr nennt die Bilanz einen Einsatz während des Heinerfestes am 14. Juli 2025 nach einem Starkregenereignis, als Keller ausgepumpt wurden. Bei einem Gebäudebrand in der Innenstadt am 6. April 2025 trugen die Freiwilligen dazu bei, eine Ausbreitung des Feuers auf Nachbargebäude zu verhindern. Die Fachgruppe Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen wurde mehrfach zu Einsätzen in Nachbarlandkreisen gerufen, etwa um in Bäumen hängende Paraglider zu bergen.
Vorbeugender Brandschutz und Übungen
Im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes erstellte die Feuerwehr Stellungnahmen im Rahmen bauaufsichtlicher und immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsverfahren, führte Gefahrenverhütungsschauen durch und besichtigte Gebäude mit besonderem Risiko. Zudem fanden umfangreiche Brandschutzerziehungs- und Aufklärungsmaßnahmen statt.
Zwei größere Katastrophenschutzübungen standen 2025 im Mittelpunkt. Bei der Übung mit dem Namen Große Schnüffler wurde die neu eingerichtete GABC-Messzentrale im Feuerwehrgerätehaus Arheilgen in Betrieb genommen und das Messkonzept Südhessen angewendet. In der Übung Hippokrates wurde der Einsatzplan für einen Massenanfall von Verletzten einschließlich der Einbindung der Darmstädter Krankenhäuser und der Zivilschutzeinheit Medizinische TaskForce überprüft. An der Übung beteiligten sich etwa 400 Personen, darunter Kräfte von DRK, ASB, JUH, MHD, Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und Werkfeuerwehr, sowie bis zu 80 Verletztendarsteller.
Neubau der Hauptfeuerwache
Im September 2025 beschlossen Magistrat und Stadtverordnetenversammlung den Bau einer neuen Hauptfeuerwache. Der Neubau ist auf einem rund 25.000 Quadratmeter großen Grundstück in der Pfnorstraße vorgesehen. Dort sollen künftig neben den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr auch Verwaltung, Leitstelle, Trägerschaft Rettungsdienst, Ausbildung, Katastrophenschutz, Werkstätten und Logistik untergebracht werden.
Die Entscheidung markiert einen konkreten Schritt zur Neuorganisation von Infrastruktur und Arbeitsabläufen der Feuerwehr in Darmstadt. Details zu Zeitplan und Finanzierung wurden in der vorliegenden Zusammenfassung nicht genannt.

