Mittwoch, 05.08.2026

Hessen aktiviert Alarmstufe A wegen anhaltender Trockenheit und hoher Waldbrandgefahr

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Das Hessische Forstministerium hat für Teile Hessens die Alarmstufe A ausgerufen. Grundlage dafür sind aktuelle Prognosen des Deutschen Wetterdienstes und die anhaltende Trockenheit, die nach Angaben des Ministeriums in weiten Teilen des Landes eine hohe Waldbrandgefahr erzeugt.

Lage und Ursachen

Der Deutsche Wetterdienst weist demnach in großen Teilen Hessens eine hohe Waldbrandgefahr aus. Landesweit sind ergiebige Niederschläge derzeit nicht in Sicht, lokale Schauer hätten die Lage nicht nachhaltig entspannt. Nach vorläufigen DWD-Daten fiel im Juli in Hessen nur etwa 14 Liter pro Quadratmeter Niederschlag, ein historischer Tiefstwert im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990. Hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung haben den Wassermangel verstärkt.

Vor allem die Bodenvegetation ist dem Ministerium zufolge stark ausgetrocknet. Auch Kronenrestholz, Reisig und abgestorbene Bäume gelten inzwischen als leicht entzündliches Material. Diese Bedingungen erhöhen das Risiko, dass sich Brände schnell ausbreiten.

Behördliche Maßnahmen und Hinweise an die Bevölkerung

Seit Jahresbeginn registrierten die Behörden etwa 100 Waldbrände mit einer Schadfläche von rund 165 000 Quadratmetern, das entspricht in etwa 23 Fußballfeldern. Mit dem Ausrufen der Alarmstufe A werden besonders gefährdete Waldbereiche verstärkt überwacht. Die Forstverwaltung hat die technische Einsatzbereitschaft erhöht und den Kontakt zu lokalen Brandschutzdienststellen intensiviert.

In besonders gefährdeten Gebieten kann es nach Angaben des Ministeriums zur Schließung von Grillplätzen kommen. Auch vorübergehende Sperrungen von Waldwegen und Waldflächen sind im Einzelfall möglich. Das Ministerium bittet um Verständnis für solche Maßnahmen.

Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden gebeten, besonders vorsichtig zu sein. Im Wald ist Rauchen grundsätzlich verboten. Zigarettenkippen, die aus Fahrzeugen geworfen werden, stellen entlang von Straßen ein zusätzliches Risiko dar. Fahrzeuge dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden und sollten nicht auf trockenem Bewuchs stehen. Feuer dürfen nur in ausgewiesenen Grillstellen entfacht werden, und dort ist auf Funkenflug sowie auf korrektes Löschen zu achten. Wer einen Brand bemerkt, soll sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 alarmieren.

Hintergrund zum Alarmstufensystem

Die Entscheidung für eine Alarmstufe stützt sich auf die täglich aktualisierte Waldbrandgefahrenprognose des Deutschen Wetterdienstes sowie auf zusätzliche Faktoren wie Bodenfeuchte, bisherigen Witterungsverlauf und das bisherige Brandgeschehen. Alarmstufe A signalisiert eine fortgesetzt hohe Waldbrandgefahr in Hessen oder Teilen Hessens. Bei Alarmstufe B besteht nach Definition in der Regel eine sehr hohe Gefahr, die umfangreiche Sperrmaßnahmen ermöglichen würde.

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