In Groß-Gerau entsteht eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit COPD sowie deren Angehörige. Das örtliche Selbsthilfebüro begleitet die Gründung der Gruppe, die Betroffenen Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung bieten soll.
Belastungen jenseits der sichtbaren Symptome
COPD steht für Chronic Obstructive Pulmonary Disease und beschreibt eine chronisch verlaufende Verengung der Atemwege. Neben dem oft sichtbaren Einsatz von Sauerstoffgeräten sind viele Betroffene mit weiteren Einschränkungen im Alltag konfrontiert. Häufige Probleme sind anhaltende Erschöpfung, Schmerzen, Verspannungen und Schlafstörungen. Hinzu kommen psychische Belastungen wie die Angst vor Luftnot, depressive Verstimmungen sowie das Gefühl, von der Umwelt nicht verstanden zu werden.
Angebot, Ziele und Organisation der Gruppe
Die geplante Gruppe soll einen geschützten Rahmen schaffen, in dem Teilnehmende Erfahrungen teilen und sich gegenseitig stärken können. Die Treffen sind vertraulich und kostenfrei. Es handelt sich nicht um ein therapeutisches Angebot und es wird keine fachliche Beratung durch professionelle Leiterinnen oder Leiter angeboten. Vielmehr steht der Austausch unter Betroffenen und mit Angehörigen im Mittelpunkt.
Die Initiatorin hat zudem ihre Bereitschaft signalisiert, Menschen zu unterstützen, die aufgrund ihrer Erkrankung nicht an Präsenztreffen teilnehmen können. Für organisatorische Fragen und weitere Informationen steht das Selbsthilfebüro Groß-Gerau zur Verfügung.
Medizinisch gilt COPD als nicht heilbar, aber behandelbar. Die Initiatoren sehen den offenen Austausch als einen wichtigen Baustein, um mit den alltäglichen Belastungen besser umzugehen und Betroffene in ihrer Lebensqualität zu stärken.

