Der Abwasserverband Langen, Egelsbach und Erzhausen hat auf seiner Kläranlage an der Prinzessin Margaret Allee ein rund 2.450 Quadratmeter großes Solarfaltdach über den biologischen Belebungsbecken installiert. Betreiberangaben zufolge sollen die 864 Solarmodule mit einer Spitzenleistung von 371 kWp jährlich etwa 310.000 Kilowattstunden Strom liefern und damit den zugekauften Strombedarf deutlich reduzieren.
Anlage und Technik
Das Solarfaltdach ist nach Verbandsaussagen die vierte Anlage dieser Bauart in Deutschland. Die Photovoltaikfläche wurde direkt über den Belebungsbecken montiert, um vorhandene Flächen auf dem Klärgelände zur Energieerzeugung zu nutzen. Die installierten 864 Module erreichen eine Spitzenleistung von 371 kWp.
Wirtschaftlichkeit und Eigenversorgung
Mit der neuen Anlage rechnen die Verantwortlichen mit einer Jahresproduktion von rund 310.000 Kilowattstunden. Dies entspricht einer Verringerung des extern zuzukaufenden Stroms um etwa 22 Prozent. Nach Angaben des Verbandes wird bereits heute ein gutes Drittel des jährlichen Bedarfs von 2,7 Millionen Kilowattstunden durch Blockheizkraftwerke vor Ort erzeugt. Zusammen mit der Photovoltaikanlage erwartet die Geschäftsführung, dass die Kläranlage künftig auf rund 50 Prozent Eigenversorgung kommt.
Die Investitionskosten für das Projekt betragen nach Verbandsaussage 1,1 Millionen Euro. Die Amortisationszeit wird mit circa zwölf Jahren angegeben. Verbandsvertreter bezeichneten die Inbetriebnahme nach einem aufwendigen Zertifizierungsprozess als Schritt in Richtung höherer Nachhaltigkeit.
Aufgaben und Kapazität der Kläranlage
Der Abwasserverband betreibt die Anlage zur Reinigung von jährlich etwa vier Millionen Kubikmetern Abwasser. Die Kläranlage versorgt dem Verband zufolge rund 60.000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie Unternehmen der Mitgliedskommunen Langen, Egelsbach und Erzhausen.

