Dienstag, 17.03.2026

Darmstadt ruft zu Rücksicht auf Wildtiere auf und bittet um freiwilliges Anleinen bis Mitte Juli

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://darmstadt-post.de
Post für alle, die mehr wissen wollen

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat die Bevölkerung aufgefordert, während der laufenden Brutzeit und Setzzeit wildlebende Tiere zu schonen. Mit den ersten wärmeren Tagen beginnt nach Angaben der Stadt die Phase, in der viele heimische Vogelarten brüten und Feldhasen sowie Rehkitze in Wiesen und Feldern abgelegt werden. Umweltdezernent Michael Kolmer wies auf die besondere Verletzlichkeit dieser Lebensphase hin und bat um umsichtiges Verhalten.

Verhalten in Feld und Wald

Die Stadt empfiehlt, im Wald und auf Feldern nur ausgewiesene Wege zu benutzen und das Betreten von Wiesen, Äckern und Feldern zu vermeiden. Bodennistende Arten wie Kiebitz, Fasan, Rebhuhn und Feldlerche sowie junge Tiere könnten durch Störungen aufgescheucht werden oder ihre Eltern verlassen. Schon kurze Begegnungen mit Hunden können erheblichen Stress verursachen.

Kolmer richtete daher einen Appell an Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer: Bis zum 15. Juli sollten Hunde außerhalb geschlossener Ortslagen freiwillig an der Leine geführt werden. Dies gelte besonders für Schutzgebiete, zum Beispiel die Eberstädter Streuobstwiesen sowie den Ostwald und den Westwald.

Pflege im Garten und rechtliche Hinweise

Auch private Gartenarbeiten können Bruten gefährden. Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt vor, dass Hecken, Sträucher und Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht entfernt werden dürfen. Pflegeschnitte sollten daher nach Angaben der Stadt möglichst bis Juni zurückgestellt werden und danach nur mit großer Sorgfalt erfolgen, wenn sich keine brütenden Tiere in den Bereichen befinden.

Die Stadtverwaltung appelliert an die Bevölkerung, die Hinweise zu beachten, um Störungen in dieser sensiblen Jahreszeit zu minimieren. Maßnahmen wie das Nutzen ausgewiesener Wege und das vorübergehende Anleinen von Hunden sollen dazu beitragen, die Überlebenschancen der Jungtiere zu erhöhen.

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles